Kiel) Mit Schrei­ben vom 28. Juni 2010 hat das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen sei­nen Nicht­an­wen­dungs­er­lass vom 15.02.2010 zum Teil­ab­zugs­ver­bot des § 3c Absatz 2 EStG wie­der auf­ge­ho­ben.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf das BMF Schrei­ben vom 28. Juni 2010, Az.: IV C 6 — S 2244÷09÷100002.

Mit Urteil vom 25. Juni 2009 — IX R 4208 — (BSt­Bl 2010 II S. 220) und Beschluss vom 18. März 2010 (BSt­Bl II S. xxx) hat­te der Bun­des­fi­nanz­hof — ent­ge­gen der bis­he­ri­gen Ver­wal­tungs­auf­fas­sung — ent­schie­den, dass der Abzug von Erwerbs­auf­wand (z. B. Betriebs­ver­mö­gens­min­de­run­gen, Anschaf­fungs­kos­ten oder Ver­äu­ße­rungs­kos­ten) im Zusam­men­hang mit Ein­künf­ten aus § 17 Absatz 4 EStG jeden­falls dann nicht nach § 3c Absatz 2 Satz 1 EStG begrenzt ist, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge kei­ner­lei durch sei­ne Betei­li­gung ver­mit­tel­te Ein­nah­men erzielt hat.

Das BMF-Schrei­ben vom 15. Febru­ar 2010 (BSt­Bl I S. 181), nach dem die Grund­sät­ze des BFH-Urteils vom 25. Juni 2009, a.a.O., nicht über den ent­schie­de­nen Ein­zel­fall hin­aus anzu­wen­den ist, wur­de am 28.06.2010 nun wie­der  auf­ge­ho­ben, so betont Pas­sau. Es sei beab­sich­tigt, die bis­he­ri­ge Ver­wal­tungs­auf­fas­sung im JStG 2010 durch eine gesetz­li­che Ände­rung in § 3c Absatz 2 EStG ab dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2011 fest­zu­schrei­ben.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und
geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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