Seit Men­schen­ge­den­ken ste­hen sich der Staat und Steu­er­pflich­ti­ge in einem Inter­es­sen­ge­gen­satz gegen­über: Wäh­rend der Fis­kus bestrebt ist,  so vie­le Steu­ern wie mög­lich ein­zu­zie­hen, sind  die Steu­er­pflich­ti­gen genau­so hart­nä­ckig dar­an inter­es­siert, die­se zu ver­mei­den.

Eine beson­de­re Rol­le kommt dabei den bun­des­deut­schen Unter­neh­men zu. Am  Gesamt­steu­er­auf­kom­men des Staa­tes von zuletzt rd. 488 Mil­li­ar­den Euro sind sie all­jähr­lich mit knapp 60 Mil­li­ar­den Euro an gezahl­ter Kör­per­schaft- und Gewer­be­steu­er betei­ligt. Als „Erfül­lungs­ge­hil­fe“ des Staa­tes füh­ren sie dar­über hin­aus Jahr für Jahr rd. 122 Mil­li­ar­den Euro an Lohn­steu­er ab sowie rd. 111 Mil­li­ar­den Euro an Umsatz­steu­er.

Das gesam­te Steu­er­recht ist daher für Unter­neh­men und Unter­neh­mer von exis­ten­zi­el­ler Bedeu­tung. Gleich­wohl sind die auf Unter­neh­mens­steu­er­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Steu­er­be­ra­ter bis heu­te in kei­nem eigen­stän­di­gen Ver­band „in einer Hand“ orga­ni­siert, der ihre Inter­es­sen wahr­nimmt.

In Erkennt­nis die­ser Tat­sa­che wur­de im Okto­ber 2008 der DUV – Deut­sche Unter­neh­mens­steu­er­ver­band e. V. gegrün­det.
Hier­bei ver­folgt der Ver­band in ers­ter Linie zwei Ziel­set­zun­gen:

  • Unter­neh­mer, Selb­stän­di­ge und Frei­be­ruf­ler  durch eine umfang­rei­che Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit näher über alle unter­neh­mens­steu­er­recht­lich rele­van­ten Vor­schrif­ten ein­schließ­lich der dazu ergan­ge­nen Recht­spre­chung zu infor­mie­ren, sowie
  • den Mit­glie­dern des Ver­ban­des als Mar­ke­ting- und Inter­es­sen­ver­ei­ni­gung zur Sei­te zu ste­hen.

Um eine qua­li­fi­zier­te und fun­dier­te Bera­tung die­ser Ziel­grup­pe auf allen Gebie­ten des Steu­er­rechts auch zu gewähr­leis­ten, hat die Mit­glie­der­ver­samm­lung für die Auf­nah­me als Mit­glied in unse­ren Ver­band fol­gen­de Min­dest­vor­aus­set­zun­gen für Rechts­an­wäl­te-/in­nen sowie Steu­er­be­ra­ter-/in­nen beschlos­sen:

  • Tätig­keits­schwer­punkt: Steu­er­li­che Beratung/Steuergestaltung für Unter­neh­mer, Selb­stän­di­ge und Frei­be­ruf­ler auf allen steu­er­recht­lich rele­van­ten Gebie­ten
  • Min­dest­zu­las­sung als Rechts­an­walt oder Steu­er­be­ra­ter fünf Jah­re
  • Bei Rechts­an­wäl­ten-/in­nen zusätz­lich: Steu­er­recht­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on erwünscht, z. B. als  Fach­an­walt für Steu­er­recht, ver­ei­dig­ter Buch­prü­fer oder Wirt­schafts­prü­fer.

Zur Fort- und Wei­ter­bil­dung unse­rer Mit­glie­der hat die Mit­glie­der­ver­samm­lung dar­über hin­aus die Bil­dung von Fach­aus­schüs­sen beschlos­sen.

Fol­gen­de Fach­aus­schüs­se wur­den ein­ge­rich­tet:

  • Fach­aus­schuss I: Ein­kom­men­steu­er­recht
  • Fach­aus­schuss II: Besteue­rung von Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten
  • Fach­aus­schuss III: Besteue­rung von Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten
  • Fach­aus­schuss IV: Unter­neh­mens­be­wer­tung
  • Fach­aus­schuss V: EU-/ Inter­na­tio­na­les Steu­er­recht
  • Fach­aus­schuss VI: Unter­neh­mens- und Ver­mö­gens­nach­fol­ge
  • Fach­aus­schuss VII: Exis­tenz­grün­dung