(Kiel) Das Finanz­ge­richt (FG) Rhein­land-Pfalz hat sich soeben mit der Fra­ge beschäf­tigt, ob Miet­zah­lun­gen, die eine allein­ste­hen­de und in einem Pfle­ge­heim unter­ge­brach­te Per­son trotz Kün­di­gung der Miet­woh­nung — wegen der ein­zu­hal­ten­den Kün­di­gungs­frist — ent­rich­ten muss, als sog. Außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung (§ 33 Ein­kom­men­steu­er­ge­setz (EStG) berück­sich­tigt wer­den kön­nen.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Finanz­ge­richts (FG) Rhein­land-Pfalz vom 24.01.2013 zu sei­nem Urteil vom 17. Dezem­ber 2012 (Az.: 5 K 201710).

Die im Jah­re 1926 gebo­re­ne Klä­ge­rin mach­te in ihrer Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung für das Jahr 2009 Auf­wen­dun­gen für die Wei­ter­zah­lung der Mie­te ihrer gekün­dig­ten Woh­nung bis zum Ende der gesetz­li­chen Kün­di­gungs­frist in Höhe von 830 € gel­tend. Zur Begrün­dung führ­te sie aus, im Mai 2009 sei sie ope­riert wor­den. Ihr Gesund­heits­zu­stand sei danach so schlecht gewe­sen, dass sie sich nur noch in Kran­ken­häu­sern und Reha-Kli­ni­ken habe auf­hal­ten kön­nen. Seit August 2009 sei sie in einem Pfle­ge­heim unter­ge­bracht. Da sie nicht mehr in ihre Woh­nung habe zurück­keh­ren kön­nen, sei sie gezwun­gen gewe­sen, ihr Miet­ver­hält­nis zu kün­di­gen. Wegen der ein­zu­hal­ten­den Kün­di­gungs­frist habe sie noch für meh­re­re Mona­te Mie­te zah­len müs­sen, trotz leer ste­hen­der Woh­nung. 

Das Finanz­amt berück­sich­tig­te zwar die (von drit­ter Sei­te nicht erstat­te­ten Online black­jack odds and black­jack tips will help your game both online and insi­de casi­nos! With our Stra­te­gy Chart Gene­ra­tor you can play any varia­ti­on of black­jack online with a black­jack chart. und die zumut­ba­re Eigen­be­las­tung über­stei­gen­den) Heim­kos­ten, nicht hin­ge­gen die Miet­zah­lun­gen als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung nach § 33 EStG.

Ein­spruch und Kla­ge der Klä­ge­rin blie­ben erfolg­los, so Pas­sau. 

Das Finanz­ge­richt teil­te die Auf­fas­sung des Finanz­am­tes und führ­te zur Begrün­dung aus, die Kos­ten für den krank­heits­be­ding­ten Auf­ent­halt im Alten- bzw. Pfle­ge­heim stell­ten zwar eine außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung i.S. des § 33 EStG dar, die übli­chen Auf­wen­dun­gen der Lebens­füh­rung sei­en aller­dings aus dem Anwen­dungs­be­reich des § 33 EStG aus­ge­schlos­sen. Daher sei­en die Kos­ten der Heim­un­ter­brin­gung regel­mä­ßig um die erspar­ten Ver­pfle­gungs- und Unter­brin­gungs­kos­ten (sog. Haus­halts­er­spar­nis) zu kür­zen. Von die­ser Kür­zung sei aller­dings abzu­se­hen, solan­ge ein Pfle­ge­be­dürf­ti­ger sei­nen nor­ma­len Haus­halt bei­be­hal­te, denn dann blei­be er — trotz der Unter­brin­gung in einem Pfle­ge­heim — mit den Fix­kos­ten des Haus­stan­des wie Mie­te oder Zins­auf­wen­dun­gen, Grund­ge­bühr für Strom, Was­ser etc. sowie Rei­ni­gungs­kos­ten belas­tet. Auch im Streit­fall habe daher das beklag­te Finanz­amt zu Recht kei­ne Kür­zung der Heim­kos­ten um die Haus­halts­er­spar­nis vor­ge­nom­men. Die von der Klä­ge­rin dar­über hin­aus begehr­te Berück­sich­ti­gung der Miet­zah­lung für den Monat Dezem­ber 2009 als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung wür­de somit eine unge­recht­fer­tig­te Dop­pel­be­güns­ti­gung bewir­ken und sei daher nicht zuläs­sig.

Die Revi­si­on wur­de nicht zuge­las­sen, das Urteil ist noch nicht rechts­kräf­tig.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies. 

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Jörg Pas­sau
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