(Kiel) Mit der Umstel­lung der Besteue­rung der Alters­ein­künf­te auf die sogen. nach­ge­la­ger­te Besteue­rung hat der Gesetz­ge­ber die Gren­zen sei­nes wei­ten Gestal­tungs­spiel­raums nicht über­schrit­ten.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, mit Hin­blick auf ein am 07.01.2009 ver­öf­fent­lich­tes Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH AZ.:X R 1507). In dem aus­ge­ur­teil­ten Fall hat­te das Gericht dar­über zu befin­den, ob die durch das Alters­ein­künf­te­ge­setz zum 01.01.2005 ein­ge­führ­te sogen. nach­ge­la­ger­te Besteue­rung der Ren­ten aus der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung und  berufs­stän­di­schen Ver­sor­gungs­wer­ken, die wie bei Beam­ten­pen­sio­nen zur voll­stän­di­gen Besteue­rung führt,  ver­fas­sungs­ge­mäß ist. Durch das Ver­fah­ren, so Pas­sau, wird der steu­er­pflich­ti­ge Anteil der Ren­ten bis zum Jahr 2040 kon­ti­nu­ier­lich erhöht, wobei für die Höhe des steu­er­pflich­ti­gen Ren­ten­an­teils das Jahr des Ren­ten­ein­tritts ent­schei­dend ist.

Hier­durch fühl­te sich ein vor­mals selb­stän­dig täti­ger Rechts­an­walt benach­teilt, da sei­ne frü­her geleis­te­ten Alters­vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen im Ver­gleich zu dem eines vor­mals als Ange­stell­ten Täti­gen eine gerin­ge­re steu­er­li­che Ent­las­tung erfah­ren hät­ten. Der BFH, so Pas­sau, habe die Umstel­lung auf die sogen. nach­ge­la­ger­te Besteue­rung jedoch nun als ver­fas­sungs­kon­form erach­tet. Dies gel­te auch für die hier­bei gel­ten­de Über­gangs­re­ge­lung, da es sich hier um die Reg­lung „kom­ple­xer Lebens­sach­ver­hal­te” han­de­le, bei denen dem Gesetz­ge­ber grö­be­re Typi­sie­run­gen und Gene­ra­li­sie­run­gen zuge­stan­den wer­den müss­ten. Aller­dings dür­fe dabei nicht — wie im Strei­fall — gegen das Ver­bot der Dop­pel­be­steue­rung ver­sto­ßen wer­den. Ansons­ten bestün­den jedoch gegen die Besteue­rung der Ren­ten­ein­künf­te eines vor­mals Selb­stän­di­gen auch im Rah­men der Über­gangs­re­ge­lung kei­ne ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken. Ange­sichts des sehr umfang­rei­chen Urteils emp­fahl Pas­sau allen Betrof­fe­nen, ggfs. steu­er­li­chen Rechts­rat in Anspruch zu neh­men und ver­wies dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de -, in dem aus­schließ­lich Steu­er­be­ra­ter, Wirt­schafts­prü­fer  und Fach­an­wäl­te für Steu­er­recht mit dem Tätig­keits­schwer­punkt „Unter­neh­mens­be­steue­rung” orga­ni­siert sei­en   

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
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