(Kiel) Eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft, die nach­hal­tig mit der Absicht, Ein­nah­men zu erzie­len, eine Pfer­de­zucht betreibt, ist umsatz­steu­er­recht­lich Unter­neh­mer, auch wenn die Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht fehlt.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf ein am 03.06.2009 ver­öf­fent­lich­tes Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 12.02.2009, Az.: V R 6106.

Hier­bei ver­trat der BFH die Auf­fas­sung, dass der Betrieb einer Pfer­de­zucht in grö­ße­rem Umfang mit erheb­li­chen Umsät­zen bei typi­sie­ren­der Betrach­tung nicht in ver­gleich­ba­rer Wei­se wie die aus­drück­lich in § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG genann­ten Gegen­stän­de (Jagd, Fische­rei, Segel- oder Motor­jacht) einer über­durch­schnitt­li­chen Reprä­sen­ta­ti­on, der Unter­hal­tung von Geschäfts­freun­den, der Frei­zeit­ge­stal­tung oder der sport­li­chen Betä­ti­gung dient.

Die Vor­aus­set­zun­gen eines sog. Reprä­sen­ta­ti­ons­ei­gen­ver­brauchs nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG in der bis zum 31. März 1999 gel­ten­den Fas­sung sowie des Vor­steu­er­ab­zugs­ver­bots nach § 15 Abs. 1a Nr. 1 UStG in der ab dem 1. April 1999 gel­ten­den Fas­sung lie­gen in einem der­ar­ti­gen Fall nicht vor.

Pas­sau emp­fahl, das Urteil zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und
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