(Kiel) Eine auf dem Hof befind­li­che Ver­kaufs­stel­le oder ein auf dem Hof befind­li­ches Han­dels­ge­schäft (Hof­la­den) und eben­so das räum­lich getrenn­te Han­dels­ge­schäft sind Bestand­tei­le des land­wirt­schaft­li­chen Betriebs, wenn dar­in aus­schließ­lich Eigen­pro­duk­te ver­trie­ben wer­den.

Hier­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf das am 29.07.2009 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 25. März 2009, Az.: IV R 2106.

Wer­den in dem Hof­la­den oder dem Han­dels­ge­schäft jedoch zuge­kauf­te Pro­duk­te abge­setzt, ent­steht neben dem land­wirt­schaft­li­chen Betrieb ein selb­stän­di­ger Gewer­be­be­trieb, wenn der Net­to­um­satz­an­teil aus den zuge­kauf­ten Pro­duk­ten ein Drit­tel des Net­to­ge­samt­um­sat­zes des Hof­la­dens bzw. des Han­dels­ge­schäfts oder 51 500 € nach­hal­tig über­steigt.

Hier­bei sind Fremd­pro­duk­te, die im Rah­men des Erzeu­gungs­pro­zes­ses ver­wen­det wer­den, nicht in die Ermitt­lung der schäd­li­chen Zukaufs­gren­ze ein­zu­be­zie­hen. Die nach­hal­ti­ge Über­schrei­tung der Zukaufs­gren­zen führt nur zur Umqua­li­fi­zie­rung sämt­li­cher im Hof­la­den oder Han­dels­ge­schäft getä­tig­ter Umsät­ze.

Er emp­fahl drin­gend, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:

Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und
geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
Pas­sau, Nie­mey­er & Col­le­gen
Walk­er­damm 1
24103 Kiel
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