(Kiel) Das ein­zel­ne Geschäfts­lo­kal eines Fili­al­ein­zel­han­dels­be­triebs ist in aller Regel auch dann eine wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge, wenn auf das Geschäfts­lo­kal weni­ger als 10 % der gesam­ten Nutz­flä­che des Unter­neh­mens ent­fal­len.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf ein am 03.06.2009 ver­öf­fent­lich­tes Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 19. März 2009, Az.: IV R 7806.

In dem Fall hiel­ten Ehe­leu­te Antei­le an einer GmbH und ver­mie­te­ten an die­se ein ein­zel­nes Grund­stück mit einem Geschäfts­lo­kal. Der BFH ver­trat die Auf­fas­sung, dass hier auch dann gewerb­li­che Ein­künf­te erzielt wer­den, wenn der Fili­al­be­trieb der GmbH, hier ein  Ein­zel­han­dels­un­ter­neh­men ansons­ten auf 9 Fremd­grund­stü­cken aus­ge­übt wird. Die Ehe­leu­te hat­ten hin­ge­gen die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass auf die von ihnen ver­mie­te­ten Fili­al­räu­me nur rd. 10% der gesam­ten Nutz­flä­che der GmbH ent­fal­le und ein sol­cher gerin­ger Flä­chen­an­teil nicht dazu füh­ren dür­fe, die eigent­lich pri­va­ten Ver­mie­tungs­ein­künf­te als gewer­be­steu­er­pflich­ti­ge Erträ­ge zu behan­deln.

Die­ser Auf­fas­sung ver­moch­te der BFH jedoch nicht zu fol­gen, so Pas­sau.

Er emp­fahl, das Urteil zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und
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