(Kiel) Ein Steu­er­be­ra­ter aus dem Lahn-Dill-Kreis zahl­te sei­ner Ange­stell­ten zwei Jah­re lang einen Brut­to­lohn von knapp 500 Euro sowie einen steu­er­frei­en Zuschuss für dop­pel­te Haus­halts­füh­rung in Höhe von 700 Euro pro Monat. Jetzt muss er Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge nach­zah­len.

Das, so der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V., ent­schied das Hes­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt mit Beschluss vom 13. Janu­ar 2010 (Az: L 1 KR 12808).

Der Zuschuss für dop­pel­te Haus­halts­füh­rung müs­se zwar 2 Jah­re lang nicht ver­steu­ert wer­den. Sozi­al­ver­si­che­rungs­frei sei er jedoch nur, wenn er zusätz­lich zum Lohn gezahlt wer­de. Hier­von kön­ne — so die Rich­ter — bei einem Brut­to­lohn von weni­ger als 500 € für eine in Voll­zeit täti­ge Steu­er­fach­ge­hil­fin nicht aus­ge­gan­gen wer­den. Auch für den Steu­er­be­ra­ter und sei­ne Ange­stell­te sei die­ser Lohn offen­sicht­lich nicht adäquat gewe­sen. Schließ­lich habe die Fach­an­ge­stell­te im ers­ten Monat ihrer Tätig­keit 1.100 € (brut­to) und zwei Jah­re spä­ter knapp 1.600 € (brut­to) erhal­ten — ohne zusätz­li­chen Zuschuss. Die Revi­si­on wur­de nicht zuge­las­sen

Pas­sau emp­fahl, das Urteil zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen und steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und
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