(Kiel) Snacks, klei­ne Süßig­kei­ten und Geträn­ke, die an Bord eines Flug­zeugs wäh­rend einer Flug­rei­se gegen geson­der­tes Ent­gelt abge­ge­ben wer­den, sind am Abgangs­ort des Flug­zeugs zu ver­steu­ern.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 4.06.2014 zu sei­nem Urteil vom 27. Febru­ar 2014 (V R 1413).

Die Ent­schei­dung betrifft Sach­ver­hal­te, bei denen Ware an Bord von Flug­zeu­gen bei Flü­gen inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on auf­grund eigen­stän­di­ger Kauf­ver­trä­ge gelie­fert wird. Bei Flü­gen in Dritt­län­der sind der­ar­ti­ge Lie­fe­run­gen nicht steu­er­bar, wenn sie erst nach Ver­las­sen des deut­schen Luft­raums erbracht wer­den.

Nicht zu ent­schei­den hat­te der BFH über die Regel­ver­pfle­gung, die der Flug­gast bereits auf­grund des Beför­de­rungs­ver­tra­ges als Neben­leis­tung zur Flug­be­för­de­rung bean­spru­chen kann. Die­se Ver­pfle­gungs­leis­tun­gen wer­den in der Pra­xis als Annex zur Flug­be­för­de­rung behan­delt und blei­ben dann bei grenz­über­schrei­ten­den Flü­gen auf­grund eines sog. Besteue­rungs­ver­zichts unbe­steu­ert. Dies gilt glei­cher­ma­ßen für EU- wie auch für Dritt­lands­flü­ge.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band – www.duv-verband.de – ver­wies.
 

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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