(Kiel)  Der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) hat soeben ent­schie­den, dass meh­re­re mit Wind­kraft­an­la­gen bebau­te Grund­stücks­flä­chen regel­mä­ßig kei­ne wirt­schaft­li­che Ein­heit i.S. des § 2 Abs. 1 des Bewer­tungs­ge­set­zes bil­den, wenn die­se Flä­chen durch Grund­stü­cke, die zum land- und forst­wirt­schaft­li­chen Ver­mö­gen gehö­ren, von­ein­an­der getrennt sind.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 28.03.2012 zu sei­nem Urteil vom 25. Janu­ar 2012 —  II R 2510.

Der Klä­ger ist Eigen­tü­mer eines Grund­stücks, das aus zehn Teil­flä­chen besteht, auf denen auf­grund eines Nut­zungs­ver­trags jeweils eine von einem Drit­ten betrie­be­ne Wind­kraft­an­la­ge errich­tet ist. Zwi­schen den Teil­flä­chen befin­den sich zum land- und forst­wirt­schaft­li­chen Ver­mö­gen des Klä­gers gehö­ren­de Flä­chen. Das Finanz­amt bewer­te­te die mit den ein­zel­nen Wind­kraft­an­la­gen bebau­ten Teil­flä­chen als eine ein­zi­ge wirt­schaft­li­che Ein­heit.

Der BFH beur­teil­te die Teil­flä­chen dem­ge­gen­über wie bereits das Finanz­ge­richt wegen der feh­len­den räum­li­chen Ver­bin­dung als geson­der­te wirt­schaft­li­che Ein­hei­ten, so Pas­sau.

Die Flä­chen wür­den weder durch den Nut­zungs­ver­trag noch durch die auf ihnen errich­te­ten Wind­kraft­an­la­gen zu einer wirt­schaft­li­chen Ein­heit zusam­men­ge­fasst. Die Wind­kraft­an­la­gen stell­ten näm­lich ihrer­seits jeweils eigen­stän­di­ge, zusam­men­ge­setz­te Wirt­schafts­gü­ter dar. Der Ver­ka­be­lung zwi­schen ihnen und der der Ein­spei­sung des erzeug­ten Stroms in das Strom­netz die­nen­den Über­ga­be­sta­ti­on kom­me dabei kei­ne Bedeu­tung zu. Für die Höhe der Grund­steu­er ist es im Ergeb­nis uner­heb­lich, ob für die Teil­flä­chen ein ein­zi­ger Ein­heits­wert oder ob für jede von ihnen ein eige­ner Ein­heits­wert fest­ge­stellt

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.
 

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
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