(Kiel)  Der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) hat soeben ent­schie­den, dass eine wesent­li­che Betei­li­gung i.S. von § 17 des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes (a.F.) nicht anzu­neh­men ist, wenn im Zuge mehr­ak­ti­ger Anteils­über­tra­gun­gen zwar vor­über­ge­hend in der Per­son eines Gesell­schaf­ters die Betei­li­gungs­gren­ze von 25% (nach altem Recht) über­schrit­ten wird, die­ser Gesell­schaf­ter nach dem Gesamt­ver­trags­kon­zepts aber end­gül­tig nur mit 25% betei­ligt wer­den soll und auch wird.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 21.03.2012 zu sei­nem Urteil vom 5. Okto­ber 2011 — IX R 5710.

Im Streit­fall ging es um die Betei­li­gung an einer GmbH. Im Rah­men eines Notar­ter­mins waren meh­re­re Anteils­über­tra­gun­gen sowie eine Kapi­tal­erhö­hung ver­ein­bart wor­den, die im Ergeb­nis zu einer Betei­li­gung der Klä­ge­rin von genau 25 % füh­ren soll­ten und auch führ­ten. Ledig­lich aus tech­ni­schen Grün­den hat­te die Klä­ge­rin vor der abschlie­ßen­den Kapi­tal­erhö­hung vor­über­ge­hend die maß­geb­li­che Betei­li­gungs­schwel­le über­schrit­ten. Mit die­ser Betei­li­gung war jedoch nach dem Wil­len aller Ver­trags­be­tei­lig­ten kei­ner­lei wirt­schaft­li­che Ver­fü­gungs­be­fug­nis ver­bun­den. Dar­auf stellt der BFH ab und lässt den bloß tech­ni­schen Durch­gangs­er­werb — ent­ge­gen sei­ner frü­he­ren Recht­spre­chung — nicht mehr aus­rei­chen.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.
 

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Jörg Pas­sau
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