Kiel) Der Bun­des­fi­nanz­hof hat soeben ent­schie­den, dass ein Mit­glied des Vor­stands einer Bank nicht als Steu­er­be­ra­ter bestellt wer­den darf, weil die Vor­stands­tä­tig­keit mit dem Beruf des Steu­er­be­ra­ters nicht ver­ein­bar ist.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Fach­an­walt für Erb-, Steu­er sowie Han­dels- und Gesell­schafts­recht Dr. Nor­bert Gie­se­ler, Prä­si­dent des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 3. August 2011 zu sei­nem Urteil vom 17. Mai 2011 — VII R 4710.

In dem vom BFH ent­schie­de­nen Fall hat­te ein ehe­ma­li­ger Steu­er­be­ra­ter, der inzwi­schen Mit­glied des Vor­stands einer Genos­sen­schafts­bank gewor­den war, sei­ne Wie­der­be­stel­lung als Steu­er­be­ra­ter bean­tragt, was die beklag­te Steu­er­be­ra­ter­kam­mer abge­lehnt hat­te. Auch die hier­ge­gen beim Finanz­ge­richt erho­be­ne Kla­ge wur­de abge­wie­sen. Zu Recht, wie der BFH jetzt ent­schied, so Dr. Gie­se­ler.

Die Bestel­lung als Steu­er­be­ra­ter sei zu ver­sa­gen, solan­ge der Bewer­ber eine Tätig­keit aus­übe, die mit dem Beruf des Steu­er­be­ra­ters unver­ein­bar sei, was nach dem Steu­er­be­ra­tungs­ge­setz ins­be­son­de­re für eine gewerb­li­che Tätig­keit gel­te. Im Streit­fall sei der Klä­ger gewerb­lich tätig, weil sei­ne beruf­li­che Tätig­keit als Vor­stands­mit­glied einer Genos­sen­schafts­bank not­wen­dig vom gewerb­li­chen Cha­rak­ter der Unter­neh­mens­tä­tig­keit der Bank geprägt wer­de. Die Vor­aus­set­zun­gen für eine nach dem Gesetz mög­li­che Aus­nah­me, falls durch die Tätig­keit eine Ver­let­zung von Berufs­pflich­ten nicht zu erwar­ten ist, lägen im Streit­fall nicht vor. Viel­mehr kön­ne nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, dass der Klä­ger in einer Dop­pel­funk­ti­on als gewerb­lich täti­ges Vor­stands­mit­glied und als Steu­er­be­ra­ter ins­be­son­de­re dann in einen Inter­es­sens­kon­flikt gera­te, wenn ein Man­dant Kun­de der Genos­sen­schafts­bank sei. Wegen der als gewerb­lich anzu­se­hen­den Vor­stands­tä­tig­keit des Klä­gers, kom­me auch die nach dem Gesetz für sog. Syn­di­kus-Steu­er­be­ra­ter mög­li­che Aus­nah­me für den Klä­ger nicht in Betracht.

Dr. Gie­se­ler emp­fahl. das zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen Rechts­rat ein­zu­ho­len, wozu er u. a.  auch auf den DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. — www.duv-verband.de — ver­wies.

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