(Kiel) Nach einem am 14.01.2009 ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Finanz­ge­richts Ber­lin — Bran­den­burg kann ein Vor­stands­mit­glied den Ver­lust, den er dadurch erlei­det, dass spä­ter über das Ver­mö­gen der AG das Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net und sei­ne Akti­en somit voll­stän­dig oder nahe­zu wert­los wer­den, nicht steu­er­lich als Wer­bungs­kos­ten gel­tend machen. ( FG Ber­lin-Bran­den­burg, AZ: 1 K 613905 B)

Dar­auf ver­weist der Pots­da­mer Fach­an­walt für Steu­er-, sowie Han­dels- und Gesell­schafts­recht Dr. Andre­as Klo­se, Vize­prä­si­dent des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel. In dem aus­ge­ur­teil­ten Fall hat­te ein  ehe­ma­li­ges Vor­stands­mit­glied einer Bank geklagt. Der Klä­ger hat­te Akti­en im Wert von rund € 100 000 an der  AG sei­ner Arbeit­ge­be­rin erwor­ben, über deren Ver­mö­gen spä­ter das Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net wur­de und die Akti­en somit voll­stän­dig oder nahe­zu wert­los wur­den. Den wirt­schaft­li­chen Ver­lust woll­te er als Wer­bungs­kos­ten bei sei­nen Ein­künf­ten aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit berück­sich­tigt wis­sen.

Dem folg­ten die Rich­ter des Finanz­ge­richts — eben­so wie zuvor die Finanz­be­hör­de — nicht, so Klo­se.  Die ver­mö­gens­mä­ßi­ge Betei­li­gung des Klä­gers an sei­ner Arbeit­ge­be­rin gehö­re viel­mehr zu sei­ner Ver­mö­gens­sphä­re, die von sei­ner Erwerbs­tä­tig­keit zu unter­schei­den sei. Ins­be­son­de­re hat­te der Klä­ger nicht dar­le­gen kön­nen, dass der Erwerb der Akti­en Vor­aus­set­zung sei­ner Ein­stel­lung als Vor­stands­mit­glied gewe­sen sei. Allein der Umstand, dass sei­ne Stel­lung als Vor­stands­mit­glied durch sei­ne Aktio­närs­stel­lung mög­li­cher­wei­se habe gefes­tigt wer­den kön­nen, reich­te dem Finanz­ge­richt nicht aus, um einen wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hang zwi­schen dem Ver­mö­gens­ver­lust und den Ein­künf­ten als Vor­stands­mit­glied anzu­neh­men. Der Klä­ger hat gegen das Urteil Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ein­ge­legt.

Klo­se emp­fahl Steu­er­pflich­ti­gen in ähn­li­cher Situa­ti­on, die wei­te­re Ent­wick­lung in die­sem Fall zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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