(Kiel) Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVerfG) hat ent­schie­den, dass die Rege­lun­gen des Forstab­satz­fonds­ge­set­zes und deren Nach­fol­ge­re­ge­lun­gen im Holz­ab­satz­fonds­ge­setz zur Abga­ben­er­he­bung mit dem Grund­ge­setz unver­ein­bar und nich­tig sind.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Steu­er­fach­an­walt Dr. Nor­bert Gie­se­ler, Prä­si­dent des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf das am 05.06.2009 ver­öf­fent­lich­ten Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 12. Mai 2009, Az.: 2 BvR 743/01 -.

Das BVerfG stell­te fest, dass der Beschwer­de­füh­rer in sei­nem Grund­recht aus Art. 12 Abs. 1 in Ver­bin­dung mit Art. 105 und Art. 110 des Grund­ge­set­zes ver­letzt sei. Die Abga­be zum Forstab­satz­fonds stel­le man­gels einer Finan­zie­rungs­ver­ant­wor­tung der deut­schen Forst­wirt­schaft eine ver­fas­sungs­recht­lich unzu­läs­si­ge Son­der­ab­ga­be dar. Wie bei der Abga­be nach dem Absatz­fonds­ge­setz feh­le es bei der nach­träg­lich aus dem Absatz­fonds­ge­setz her­aus­ge­lös­ten, jedoch struk­tu­rell nicht ver­än­der­ten Abga­be nach dem Forstab­satz­fonds­ge­setz an einem hin­rei­chen­den recht­fer­ti­gen­den Zusam­men­hang von Geset­zes­zweck, Sach­nä­he, Grup­pen­ho­mo­ge­ni­tät und Finan­zie­rungs­ver­ant­wor­tung.

Es han­de­le sich nicht um eine Son­der­ab­ga­be, die bei der Zurech­nung von Son­der­las­ten der Abga­be­pflich­ti­gen an den Ver­ur­sa­chungs­ge­dan­ken anknüpft und ihre Recht­fer­ti­gung in einer Ver­ant­wort­lich­keit für die Fol­gen grup­pen­spe­zi­fi­scher Zustän­de oder Ver­hal­tens­wei­sen fin­den kann. Viel­mehr gehe es um eine zwangs­wei­se durch­ge­führ­te För­der­maß­nah­me, zu deren Finan­zie­rung die Grup­pe der Abga­be­pflich­ti­gen nur aus Grün­den eines Nut­zens her­an­ge­zo­gen wer­de, den der Gesetz­ge­ber die­ser Grup­pe zuge­dacht habe.

Die­se finan­zi­el­le Inan­spruch­nah­me für die staat­li­che Auf­ga­ben­wahr­neh­mung, die durch hoheit­li­che Ent­schei­dung an die Stel­le des indi­vi­du­el­len unter­neh­me­ri­schen Han­delns tre­te, stel­le sich aus der Sicht des Abga­be­pflich­ti­gen nicht nur als eine recht­fer­ti­gungs­be­dürf­ti­ge, zur Steu­er hin­zu­tre­ten­de Son­der­be­las­tung, son­dern auch als Ver­kür­zung sei­ner durch Art. 12 Abs. 1 GG geschütz­ten unter­neh­me­ri­schen Frei­heit dar und bedür­fe auch inso­weit beson­de­rer Recht­fer­ti­gung.

Gie­se­ler emp­fahl, die­se Ent­schei­dung zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. auch auf die Unter­neh­mens­steu­er­recht und Steu­er­straf­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Steu­er­be­ra­ter in dem DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. — www.duv-verband.de — ver­wies.

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