(Kiel) Die Geschäfts­un­ter­la­gen einer „Taxi­zen­tra­le”, aus denen sich Umfang und Beschäf­ti­gungs­dau­er der Fah­rer der ange­schlos­se­nen Taxi­un­ter­neh­men erge­ben, dür­fen von der Zoll­ver­wal­tung ein­ge­se­hen und geprüft wer­den.

Dar­auf ver­weist Fach­an­walt für Erb-, Steu­er sowie Han­dels- und Gesell­schafts­recht Dr. Nor­bert Gie­se­ler aus der Nürn­ber­ger Kanz­lei Mein­hardt, Gie­se­ler & Part­ner, Prä­si­dent des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 2.01.2013 zu sei­nem Urteil vom 23. Okto­ber 2012 — VII R 4110.

Die Klä­ge­rin, eine Genos­sen­schaft, in der sich ört­li­che Taxi­un­ter­neh­men zusam­men­ge­schlos­sen haben, ver­mit­telt über eine Tele­fon­zen­tra­le Fahr­auf­trä­ge an Taxi­un­ter­neh­mer. Jeder Fah­rer der ange­schlos­se­nen Taxi­un­ter­neh­men muss sich bei Arbeits­auf­nah­me mit einer PIN-Num­mer bei der Klä­ge­rin anmel­den. Alle ein­ge­hen­den Fahr­auf­trä­ge ver­gibt die Klä­ge­rin in der Rei­hen­fol­ge des Ein­gangs und unter Berück­sich­ti­gung der Hal­te­plät­ze der Taxen, wobei die ers­te Taxe am Hal­te­platz ver­pflich­tet ist, den Auf­trag anzu­neh­men und unver­züg­lich aus­zu­füh­ren. Für beson­de­re Fahr­diens­te erstellt die Klä­ge­rin auch Rech­nun­gen und schließt Ver­trä­ge über bar­geld­lo­se Fahr­ten ab.

Der BFH hat nun die Mei­nung der Zoll­ver­wal­tung und des Finanz­ge­richts bestä­tigt, so Dr. Gie­se­ler, dass die Zoll­ver­wal­tung die­je­ni­gen Geschäfts­un­ter­la­gen der „Taxi­zen­tra­le” ein­se­hen und prü­fen darf, aus denen sich der Umfang und die Beschäf­ti­gungs­dau­er der Taxi­fah­rer ergibt. Offen legen muss die „Taxi­zen­tra­le” alle Geschäfts­da­ten, aus denen sich der Betrieb einer Taxe durch ein ange­schlos­se­nes Unter­neh­men und der dabei ein­ge­setz­te Fah­rer sowie die ihm zuge­teil­ten Fahr­auf­trä­ge erge­ben, weil sie Auf­trag­ge­be­rin im Sin­ne des Schwarz­ar­beits­be­kämp­fungs­ge­set­zes ist.

Dr. Gie­se­ler emp­fahl. dies zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen Rechts­rat ein­zu­ho­len, wozu er u. a.  auch auf den DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. — www.duv-verband.de — ver­wies. 

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