(Kiel) Beim 7. Senat des Nie­der­säch­si­schen Finanz­ge­richts ist ein Ver­fah­ren anhän­gig, ob der Soli­da­ri­täts­zu­schlag auch noch für das Jahr 2007 fest­ge­setzt wer­den durf­te.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Finanz­ge­richts Nie­der­sach­sen (FG) vom 12.11.2009, Az.: 7 K 14308.

Seit 1991 (mit Unter­bre­chung) bzw. 1995 (durch­gän­gig) wird der Soli­da­ri­täts­zu­schlag im Wege einer Ergän­zungs­ab­ga­be i.H.v. 5,5 % auf die Ein­kom­men­steu­er und Kör­per­schaft­steu­er erho­ben. Das jähr­li­che Auf­kom­men aus dem Soli­da­ri­täts­zu­schlag beträgt der­zeit rund 12 Mrd. EUR.

In dem anhän­gi­gen Ver­fah­ren ist strei­tig, ob die­ser Zuschlag auch noch für das Jahr 2007 fest­ge­setzt wer­den durf­te. Der 7. Senat des Nie­der­säch­si­schen Finanz­ge­richts hat in die­ser Rechts­sa­che jetzt Ter­min zur münd­li­chen Ver­hand­lung auf den 25. Novem­ber 2009, 10 Uhr, im Sit­zungs­saal 4 des Finanz­ge­richts in Han­no­ver anbe­raumt.

Der Klä­ger wen­det sich mit sei­ner Kla­ge gegen den im Ein­kom­men­steu­er­be­scheid 2007 fest­ge­setz­ten Soli­da­ri­täts­zu­schlag. Eine Ergän­zungs­ab­ga­be dür­fe — so der Klä­ger — nur zur Deckung vor­über­ge­hen­der Bedarfs­spit­zen im Bun­des­haus­halt erho­ben wer­den. Die gegen­wär­ti­ge Rege­lung ver­let­ze damit zwi­schen­zeit­lich ver­fas­sungs­recht­li­che Vor­ga­ben.

Das beklag­te Finanz­amt ver­weist dem­ge­gen­über auf die Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH), der — zumin­dest für das Jahr 2002 — den Soli­da­ri­täts­zu­schlag für ver­fas­sungs­ge­mäß ange­se­hen habe. Die hier­ge­gen gerich­te­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de habe das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVerfG) sei­ner­zeit nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men.

Soll­te das Gericht den Soli­da­ri­täts­zu­schlag 2007 für ver­fas­sungs­recht­lich zuläs­sig erach­ten, wird es die Kla­ge abwei­sen und ggfs. die Revi­si­on zum BFH zulas­sen. Hält es dage­gen das Soli­da­ri­täts­zu­schlag­ge­setz für ver­fas­sungs­wid­rig, so wird es das Kla­ge­ver­fah­ren aus­set­zen und die Ent­schei­dung des BVerfG ein­ho­len.

Pas­sau emp­fahl, den Aus­gang des Ver­fah­rens zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
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