(Kiel)  Kos­ten für Tele­fon­ge­sprä­che, die wäh­rend einer Aus­wärts­tä­tig­keit von min­des­tens einer Woche Dau­er anfal­len, kön­nen als Wer­bungs­kos­ten abzugs­fä­hig sein.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 12.12.2012 zu sei­nem Urteil vom 5. Juli 2012 — VI R 5010.

Der Klä­ger, ein Mari­ne­sol­dat, führ­te wäh­rend eines län­ge­ren Aus­lands­ein­sat­zes an den Wochen­en­den 15 Tele­fon­ge­sprä­che mit sei­ner Lebens­ge­fähr­tin und Ange­hö­ri­gen für ins­ge­samt 252 €. Die Kos­ten mach­te er ver­geb­lich in sei­ner Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung als Wer­bungs­kos­ten gel­tend. Das Finanz­ge­richt hat der Kla­ge statt­ge­ge­ben. Die Revi­si­on des Finanz­amts hat­te kei­nen Erfolg, so Pas­sau.

Zwar han­delt es sich bei den Auf­wen­dun­gen für Tele­fo­na­te pri­va­ten Inhalts etwa mit Ange­hö­ri­gen und Freun­den regel­mä­ßig um steu­er­lich unbe­acht­li­che Kos­ten der pri­va­ten Lebens­füh­rung. Nach einer min­des­tens ein­wö­chi­gen Aus­wärts­tä­tig­keit las­sen sich die not­wen­di­gen pri­va­ten Din­ge aber aus der Fer­ne nur durch über den nor­ma­len Lebens­be­darf hin­aus­ge­hen­de Mehr­kos­ten regeln. Die dafür anfal­len­den Auf­wen­dun­gen kön­nen des­halb abwei­chend vom Regel­fall als beruf­lich ver­an­lass­ten Mehr­auf­wand der Erwerbs­sphä­re zuzu­ord­nen sein.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

 

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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