(Kiel) Die Leis­tun­gen einer pri­va­ten Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung min­dern die steu­er­lich als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen abzugs­fä­hi­gen Pfle­ge­kos­ten.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf das am 01.02.2010 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Finanz­ge­richts (FG) Köln vom 15.12.2009, Az.: 12 K 4176/07.

In dem Fall mach­te der schwerst­pfle­ge­be­dürf­ti­ge Klä­ger (Pfle­ge­stu­fe III) gel­tend, dass das Pfle­ge­geld sei­ner pri­va­ten Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung nicht auf sei­ne Heim­un­ter­brin­gungs­kos­ten anzu­rech­nen sei.

Dem, so Pas­sau, ist der 12. Senat des FG Köln jedoch nicht gefolgt und hat die Kla­ge abge­wie­sen.

Es bestehe ein enger Zusam­men­hang zwi­schen der Ver­si­che­rungs­leis­tung und den durch die Pfle­ge ent­ste­hen­den Auf­wen­dun­gen. Bei sei­ner Ent­schei­dung hat sich der 12. Senat auf die Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs in Mün­chen (Urteil vom 22.10.1971, VI R 242/69) bezo­gen, wonach auch die Zah­lun­gen aus einer Kran­ken­haus­ta­ge­geld­ver­si­che­rung die Krank­heits­kos­ten min­dern. Die Revi­si­on zum Bun­des­fi­nanz­hof wur­de zuge­las­sen.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
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DUV Vize­prä­si­dent und
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