(Kiel) Eine Zug­ma­schi­ne, die in einem aus­schließ­lich der Ener­gie­er­zeu­gung in einer Bio­gas­an­la­ge die­nen­den Betrieb ein­ge­setzt wird, ist nicht von der Kfz-Steu­er befreit.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 22.05.2013 zu sei­nem Urteil vom 6. März 2013 — II R 5511.

Der Klä­ger erzeug­te in sei­ner Bio­gas­an­la­ge Strom, der ent­gelt­lich in das öffent­li­che Strom­netz ein­ge­speist wur­de. Die dazu erfor­der­li­che Bio­mas­se bau­te er unter Ein­satz der Zug­ma­schi­ne auf einer Flä­che von 64 ha an und ver­wer­te­te sei­ne gesam­te Ern­te zur Strom­erzeu­gung.

Nach § 3 Nr. 7 Buchst. a des Kraft­fahr­zeug­steu­er­ge­set­zes ist das Hal­ten von Zug­ma­schi­nen von der Kraft­fahr­zeug­steu­er befreit, solan­ge die­se Fahr­zeu­ge aus­schließ­lich “in land- oder forst­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben” ver­wen­det wer­den. Für die Zug­ma­schi­ne des Klä­gers hat der BFH eine sol­che Ver­wen­dung ver­neint. Bei der Bio­gas­an­la­ge eines Land- oder Forst­wirts, der nahe­zu sei­ne gesam­te Ern­te zur Ener­gie­er­zeu­gung ein­setzt und die erzeug­te Ener­gie ent­gelt­lich an Drit­te abgibt, han­delt es sich viel­mehr um einen ein­heit­li­chen Gewer­be­trieb. Eine Tren­nung die­ses ein­heit­li­chen Betriebs in die Ver­ar­bei­tungs­stu­fen der land­wirt­schaft­li­chen Urpro­duk­ti­on einer­seits und der gewerb­li­chen Strom­pro­duk­ti­on ande­rer­seits ist nicht mög­lich.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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