(Kiel) Ein Steu­er­pflich­ti­ger hat kein unein­ge­schränk­tes Recht auf Ein­sicht in sei­ne bei dem Finanz­amt über ihn geführ­ten Ver­wal­tungs­ak­ten.

Dar­auf ver­weist der der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf ein am 04.02.2010 ver­öf­fent­lich­tes Urteil des Finanz­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg vom 25.11.2009, (Az.: II B 193/09).

Im Streit­fall hat­te eine Prü­fungs­grup­pe der Abtei­lung Finanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit ein Grund­stück des Klä­gers über­prüft, nach­dem eine tele­fo­ni­sche Anzei­ge ein­ge­gan­gen war, dass dort ein Arbeit­neh­mer beschäf­tigt wer­de. Tat­säch­lich wur­de auch eine Per­son ange­trof­fen, die angab, Arbeit­neh­mer des Klä­gers zu sein. Der Klä­ger begehr­te Ein­sicht in die Ver­wal­tungs­ak­ten, die das Finanz­amt jedoch ablehn­te.

Zu Recht, wie die Rich­ter des Finanz­ge­richts nun urteil­ten, so Pas­sau.

Die das Steu­er­ver­fah­ren betref­fen­den Ver­fah­rens­vor­schrif­ten sehen ein Recht auf Akten­ein­sicht nicht vor, so dass ein Steu­er­pflich­ti­ger allen­falls Anspruch auf eine ermes­sens­feh­ler­freie Ent­schei­dung über einen Antrag auf Ein­blick in die Akten habe, so das Gericht. Die Ent­schei­dung des Finanz­am­tes in dem ent­schie­de­nen Fall ließ nach Auf­fas­sung der Rich­ter kei­ne Ermes­sens­feh­ler erken­nen; ins­be­son­de­re hat­te die Finanz­be­hör­de bei ihrer Ent­schei­dung zutref­fend berück­sich­tigt, dass die in Ver­wal­tungs­vor­gän­gen ent­hal­te­nen per­so­nen­be­zo­ge­nen Anga­ben Drit­ter — hier des Anzei­gen­den — grund­sätz­lich nicht offen­bart wer­den dürf­ten. Dem­ge­gen­über war nicht fest­zu­stel­len, dass die Ein­sicht in die Ver­wal­tungs­ak­ten für den Klä­ger für die Wah­rung sei­ner Rech­te erfor­der­lich gewe­sen sei.

Der Klä­ger hat Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de bei dem Bun­des­fi­nanz­hof in Mün­chen ein­ge­legt

Pas­sau emp­fahl, den Fort­gang zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
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