(Kiel) Der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) hat soeben ent­schie­den, dass sich die gewer­be­steu­er­li­che Steu­er­be­frei­ung einer Kapi­tal­ge­sell­schaft für den Betrieb eines Senio­ren- und Pfle­ge­heims nicht auf Gewinn­ab­füh­run­gen einer Toch­ter­ge­sell­schaft erstreckt, die aus­schließ­lich Dienst­leis­tun­gen für den Heim­be­trieb erbringt.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf das am 09. Juni 2010 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 10. März 2010 — I R 4109.

In dem vom BFH ent­schie­de­nen Fall hat­te eine GmbH (Organ­trä­ge­rin), die ein von der Gewer­be­teu­er befrei­tes Senio­ren- und Pfle­ge­heim betrieb, mit einer Toch­ter­ge­sell­schaft (Organ­ge­sell­schaft) eine gewer­be­steu­er­li­che Organ­schaft gegrün­det. Die Toch­ter­ge­sell­schaft berei­te­te im Auf­trag der Mut­ter­ge­sell­schaft gegen Ent­gelt Spei­sen und Geträn­ke für die Heim­be­woh­ner zu und über­nahm die Rei­ni­gung des Heims.

Nach Auf­fas­sung des BFH muss die Mut­ter­ge­sell­schaft den an sie abge­führ­ten Gewinn der Toch­ter­ge­sell­schaft trotz der Gewer­be­steu­er­be­frei­ung des Heim­be­triebs ver­steu­ern. Der von der Toch­ter­ge­sell­schaft erziel­te Gewer­be­er­trag, der für sich genom­men kei­nem Steu­er­be­frei­ungs­tat­be­stand unter­fällt, wird nicht von der Steu­er­be­frei­ung der Mut­ter­ge­sell­schaft umfasst.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und
geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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