(Kiel) Divi­den­den einer aus­län­di­schen Toch­ter­ge­sell­schaft, die nach einem Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men (DBA) im Inland von der Besteue­rung frei­ge­stellt sind, kön­nen nicht der deut­schen Besteue­rung unter­wor­fen wer­den, um damit der Mut­ter­ge­sell­schaft die Anrech­nung der aus­län­di­schen Kör­per­schaft­steu­er zu ermög­li­chen.

Dar­auf ver­weist Fach­an­walt für Erb-, Steu­er sowie Han­dels- und Gesell­schafts­recht Dr. Nor­bert Gie­se­ler aus der Nürn­ber­ger Kanz­lei Mein­hardt, Gie­se­ler & Part­ner, Prä­si­dent des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Finanz­ge­richts (FG) Köln vom 2.01.2012 zu sei­nem Urteil vom 6.09.2011 — 13 K 17006.

Geklagt hat­te eine Hol­ding­ge­sell­schaft mit Geschäfts­lei­tung in Deutsch­land. Sie hat eine fran­zö­si­sche Toch­ter­ge­sell­schaft, deren Gewinn­aus­schüt­tun­gen in Deutsch­land nach DBA frei­ge­stellt sind. Unter Bezug­nah­me auf die Recht­spre­chung des EuGH begehr­te sie für die Streit­jah­re 1991 bis 1994 die steu­er­li­che Erfas­sung der fran­zö­si­schen Divi­den­den als steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te, um die Anrech­nung der fran­zö­si­schen Kör­per­schaft­steu­er auf die deut­sche Kör­per­schaft­steu­er zu errei­chen. Die Anrech­nung der aus­län­di­schen Kör­per­schaft­steu­er hät­te wegen bestehen­der Ver­lust­vor­trä­ge bei der Klä­ge­rin zu einem erheb­li­chen Steu­er­vor­teil geführt.

Der 13. Senat wies die Kla­ge ab, so Dr. Gie­se­ler. Er sah weder nach natio­na­lem Recht oder DBA-Recht noch nach pri­mä­rem oder sekun­dä­rem Euro­pa­recht einen ent­spre­chen­den Anspruch der Klä­ge­rin.

Die Revi­si­on zum Bun­des­fi­nanz­hof nach Mün­chen hat der Senat nicht zuge­las­sen, weil die Steu­er­frei­stel­lung der soge­nann­ten Schach­tel­di­vi­den­den der natio­na­len wie auch der DBA-Rechts­la­ge ent­spre­che und im Sin­ne der EuGH-Recht­spre­chung offen­sicht­lich euro­pa­rechts­kon­form sei.

Dr. Gie­se­ler emp­fahl. dies zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen Rechts­rat ein­zu­ho­len, wozu er u. a.  auch auf den DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. — www.duv-verband.de — ver­wies.

 

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