(Kiel) Das Abzugs­ver­bot für Teil­wert­ab­schrei­bun­gen gemäß § 8b Abs. 3 KStG ist auch auf Betei­li­gun­gen an aus­län­di­schen Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten aus sog. Dritt­staa­ten (kei­ne EU-/EWR-Mit­glied­staa­ten) unab­hän­gig von der Höhe der Betei­li­gung gene­rell erst­mals im Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2002 anwend­bar.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Fach­an­walt für Erb-, Steu­er sowie Han­dels- und Gesell­schafts­recht Dr. Nor­bert Gie­se­ler, Prä­si­dent des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Finanz­ge­richts (FG) Köln zum Urteil vom 24. Febru­ar 2011 — 13 K 1806.

Der Senat hat­te über die Kla­ge einer inlän­di­schen GmbH zu ent­schei­den, die u.a. mit annä­hernd 100 % an einer süd­ame­ri­ka­ni­schen Akti­en­ge­sell­schaft betei­ligt war. Die Klä­ge­rin schrieb die Betei­li­gung in der Bilanz zum 31.12.2001 wegen dau­ern­der Wert­min­de­rung auf den nied­ri­ge­ren Teil­wert ab. Das Finanz­amt erkann­te die Teil­wert­ab­schrei­bung steu­er­lich nicht an. Die Anwen­dung des Abzugs­ver­bots des § 8b Abs. 3 KStG im Jahr 2001 auf Aus­lands­be­tei­li­gun­gen sei zwar im Hin­blick auf die EuGH-Ent­schei­dung vom 22. Janu­ar 2009 in der Rechts­sa­che STEKO Indus­trie­mon­ta­gen GmbH (C-377/07) erheb­lich ein­ge­schränkt. Bei Mehr­heits­be­tei­li­gun­gen an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten aus Dritt­staa­ten kom­me das Abzugs­ver­bot, so die Finanz­ver­wal­tung, aber wei­ter­hin schon im Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2001 zur Anwen­dung.

Der 13. Senat gab der Kla­ge statt, so Dr. Gie­se­ler.

Er hat zuguns­ten der Steu­er­pflich­ti­gen klar­ge­stellt, dass die vom EuGH gerüg­te Euro­pa­rechts­wid­rig­keit wegen Ver­sto­ßes gegen die Kapi­tal­ver­kehrs­frei­heit auch für Mehr­heits­be­tei­li­gun­gen an Dritt­staa­ten­ge­sell­schaf­ten gel­te. Ent­schei­dend sei inso­weit, dass auch das Abzugs­ver­bot des § 8b Abs. 3 KStG unab­hän­gig von der Betei­li­gungs­hö­he ein­grei­fe.

Der Senat hat die Revi­si­on zum Bun­des­fi­nanz­hof in Mün­chen zuge­las­sen.

Dr. Gie­se­ler emp­fahl. das zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen Rechts­rat ein­zu­ho­len, wozu er u. a.  auch auf den DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. — www.duv-verband.de — ver­wies.

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