(Kiel) Das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf hat soeben ent­schie­den, dass auf Sach­zu­wen­dun­gen an nicht der Besteue­rung im Inland unter­lie­gen­de Emp­fän­ger kei­ne Pau­schal­steu­er in Betracht kommt.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Finanz­ge­richts (FG)  Düs­sel­dorf vom 09.11.2011 zu sei­nem Urteil, Az.: Az. 8 K 409810 L.

Die Klä­ge­rin führ­te ein Manage­ment-Mee­ting durch, bei dem zu 65 % Arbeit­neh­mer aus Deutsch­land und zu 35 % Arbeit­neh­mer aus­län­di­scher Toch­ter­ge­sell­schaf­ten teil­nah­men. Die hier­durch ver­an­lass­ten Sach­zu­wen­dun­gen betru­gen 124.000 €. Die Klä­ge­rin bean­trag­te die Pau­scha­lie­rung der hier­auf zu zah­len­den Lohn­steu­er gemäß § 37b Ein­kom­men­steu­er­ge­setz. Das Finanz­amt berech­ne­te die Lohn­steu­er unter Ein­be­zie­hung der Zuwen­dun­gen an die aus­län­di­schen Arbeit­neh­mer.

Der 8. Senat des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf hat dies als rechts­wid­rig ange­se­hen. Die Pau­scha­lie­rung der Lohn­steu­er nach § 37b Ein­kom­men­steu­er­ge­setz bezwe­cke ledig­lich eine Ver­ein­fa­chung der Besteue­rung. Einer der­ar­ti­gen Ver­ein­fa­chung bedür­fe es aber nicht, wenn die Zuwen­dun­gen nicht zu den im Inland zu besteu­ern­den Ein­künf­ten gehör­ten.  

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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