(Kiel) Der 11. Senat des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf) hat ein Woh­nen „am Beschäf­ti­gungs­ort” ange­nom­men und Auf­wen­dun­gen wegen dop­pel­ter Haus­halts­füh­rung zum Abzug zuge­las­sen, obwohl die Zweit­woh­nung der Klä­ge­rin 144 km von ihrer Arbeits­stät­te ent­fernt lag und die Fahrt von der Zweit­woh­nung zur Arbeits­stät­te mit dem ICE eine Stun­de dau­er­te.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Finanz­ge­richts (FG)  Düs­sel­dorf vom 18.11.2011 zu sei­nem Urteil, Az.: 11 K 444810 E.

Nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 1 EStG sind not­wen­di­ge Mehr­auf­wen­dun­gen, die einem Arbeit­neh­mer wegen einer aus beruf­li­chem Anlass begrün­de­ten dop­pel­ten Haus­halts­füh­rung ent­ste­hen, Wer­bungs­kos­ten, und zwar unab­hän­gig davon, aus wel­chen Grün­den die dop­pel­te Haus­halts­füh­rung bei­be­hal­ten wird. Eine dop­pel­te Haus­halts­füh­rung liegt nur vor, wenn der Arbeit­neh­mer außer­halb des Ortes, in dem er einen eige­nen Haus­stand unter­hält, beschäf­tigt ist und auch am Beschäf­ti­gungs­ort wohnt (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 2 EStG). Die­se Vor­aus­set­zun­gen sei­en im Streit­fall erfüllt.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

 

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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