(Kiel) Der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) hat ent­schie­den, dass die Bei­trä­ge zur Ver­sor­gungs­an­stalt der Bezirks­schorn­stein­fe­ger (VdBS) weder als Son­der­aus­ga­ben nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes (EStG) noch nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG abge­zo­gen wer­den kön­nen.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 25.09.2013 zu sei­nem Urteil vom 15. Mai 2013 — X R 1810.

Gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG kön­nen neben den Bei­trä­gen zur gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung oder zu den land­wirt­schaft­li­chen Alters­kas­sen auch Bei­trä­ge zu berufs­stän­di­schen Ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen, die den gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­run­gen ver­gleich­ba­re Leis­tun­gen erbrin­gen, als Vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen abge­zo­gen wer­den. Hier­durch ergibt sich ein — wenn auch erst im Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2025 zu 100 v. H. erreich­ter — unbe­schränk­ter Son­der­aus­ga­ben­ab­zug. Nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG gilt für Bei­trä­ge zum Auf­bau einer kapi­tal­ge­deck­ten Alters­ver­sor­gung ent­spre­chen­des.

Der BFH hat nun­mehr ent­schie­den, dass die Bei­trä­ge zur VdBS, nicht zu den Basis­ver­sor­gungs­ver­sor­gungs­bei­trä­gen gehö­ren. Die VdBS sei zwar eine berufs­stän­di­sche Ver­sor­gungs­ein­rich­tung. Ein Son­der­aus­ga­ben­ab­zug nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a schei­de den­noch aus, da die Leis­tun­gen der VdBS nicht der Basis­ver­sor­gung, son­dern nur der Ergän­zung der Leis­tun­gen der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung dien­ten. Auch wer­de kei­ne kapi­tal­ge­deck­te Alters­ver­sor­gung auf­ge­baut. Viel­mehr han­de­le es sich bei der VdBS um eine umla­ge­fi­nan­zier­te Ver­sor­gungs­ein­rich­tung.
Die Bei­trä­ge zur VdBS sind somit nur begrenzt als Son­der­aus­ga­ben abzieh­bar. Im Gegen­zug wer­den aber aus­ge­zahl­te Ver­sor­gungs­leis­tun­gen nicht voll, son­dern nur mit dem Ertrags­an­teil gemäß § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Dop­pel­buchst. bb Satz 4 EStG, also erheb­lich gerin­ger besteu­ert.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
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