(Kiel) Der Bun­des­fi­nanz­hof hat soeben ent­schie­den, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen der Dar­le­hens­neh­mer ein bei Ver­trags­schluss zu leis­ten­des ein­ma­li­ges Ent­gelt (“Bear­bei­tungs­ent­gelt”) für ein betrieb­li­ches Dar­le­hen sofort in vol­ler Höhe steu­er­min­dernd abset­zen kann.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 07. Sep­tem­ber 2011 zu sei­nem Urteil vom 22. Juni 2011 — I R 710.

Ein sofor­ti­ger Abzug ist danach mög­lich, wenn der Dar­le­hens­neh­mer das gezahl­te Ent­gelt nicht zurück­ver­lan­gen könn­te, falls der Dar­le­hens­ver­trag vor­zei­tig been­det wird. Anders ist es aber, wenn die besag­te vor­zei­ti­ge Ver­trags­be­en­di­gung ganz unwahr­schein­lich ist, etwa weil ver­ein­bart wur­de, dass der Dar­le­hens­ver­trag nur aus wich­ti­gem Grund gekün­digt wer­den kann. Dann hat der Dar­le­hens­neh­mer das Bear­bei­tungs­ent­gelt mit­hil­fe sog. akti­ver Rech­nungs­ab­gren­zungs­pos­ten auf die gesam­te Lauf­zeit des Dar­le­hens zu ver­tei­len und kann es nur in jähr­li­chen Teil­be­trä­gen steu­er­min­dernd abset­zen.

Der vom BFH ent­schie­de­ne Fall betraf öffent­lich geför­der­te Dar­le­hen, die ein Unter­neh­men zur Finan­zie­rung eines Möbel­hau­ses auf­ge­nom­men hat­te.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

 

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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