(Kiel) Nach einem Beschluss des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf bestehen ernst­li­che Zwei­fel, ob nach­träg­li­che Schuld­zin­sen bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung wei­ter­hin nicht als Wer­bungs­kos­ten zu berück­sich­ti­gen sind.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des  Finanz­ge­richts (FG) Düs­sel­dorf vom 22. Juli 2011 — Az.: 9 V 147411 A(F).

Die Antrag­stel­le­rin finan­zier­te eine von ihr erwor­be­ne Immo­bi­lie mit einem Bank­kre­dit. Die­sen konn­te sie aus dem Erlös der Zwangs­ver­stei­ge­rung der Immo­bi­lie nur zum Teil zurück­zah­len. Das Finanz­amt lehn­te die Berück­sich­ti­gung der von der Antrag­stel­le­rin in der Fol­ge gezahl­ten Schuld­zin­sen als Wer­bungs­kos­ten — ent­spre­chend der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs — ab.

Der 9. Senat des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf hat die Voll­zie­hung des Steu­er­be­schei­des aus­ge­setzt, so Pas­sau, da der Bun­des­fi­nanz­hof zwi­schen­zeit­lich die Revi­si­on in einem ent­spre­chen­den Haupt­sa­che­ver­fah­ren zuge­las­sen hat und sowohl in der Lite­ra­tur als auch von Rich­tern des Bun­des­fi­nanz­hofs Beden­ken gegen die Nicht­be­rück­sich­ti­gung von nach­träg­li­chen Schuld­zin­sen bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung geäu­ßert wor­den sind.

Pas­sau emp­fahl, den Fort­gang zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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24103 Kiel
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