(Kiel) Nach § 71 Abga­ben­ord­nung (AO) haf­tet für die ver­kürz­ten Steu­ern und die zu Unrecht gewähr­ten Steu­er­vor­tei­le sowie für die Zin­sen nach § 235 AO, wer eine Steu­er­hin­ter­zie­hung oder eine Steu­er­heh­le­rei begeht oder an einer sol­chen Tat teil­nimmt.

Hier­zu, so der Pots­da­mer Fach­an­walt für Steu­er­recht sowie für Han­dels- und Gesell­schafts­recht Dr. Andre­as Klo­se, Vize­prä­si­dent des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, hat der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) nun in einem am 12.08.2009 ver­öf­fent­lich­ten  Beschluss vom 16. Juli 2009, Az.  VIII B 6409, klar­ge­stellt, dass es ernst­lich zwei­fel­haft ist, wel­che Aus­wir­kun­gen es für die Haf­tung (§ 71 AO) des Lei­ters der Wert­pa­pier­ab­tei­lung eines Kre­dit­in­sti­tuts hat, wenn auf sei­ne Initia­ti­ve und mit sei­ner Bil­li­gung Wert­pa­pie­re anonym ins Aus­land ver­la­gert wor­den sind, jedoch die mut­maß­li­chen Haupt­tä­ter einer Steu­er­hin­ter­zie­hung nicht ermit­telt wer­den kön­nen und folg­lich nicht indi­vi­du­ell fest­ge­stellt wer­den kann, ob eine Steu­er­hin­ter­zie­hung über­haupt began­gen und wel­che Steu­er dadurch kon­kret hin­ter­zo­gen wor­den ist.

Mit die­ser Begrün­dung, so Klo­se, hat der BFH der Beschwer­de eines Lei­ters der Wert­pa­pier­ab­tei­lung einer Bank statt­ge­ge­ben, die sich gegen einen erlas­se­nen Haf­tungs­be­scheid des Finanz­am­tes gegen ihn wegen hin­ter­zo­ge­ner Steu­ern durch unbe­kann­te Bank­kun­den in Höhe von rd. 3,5 Mio. Euro rich­te­te sowie die vom Finanz­amt und Finanz­ge­richt abge­lehn­te bean­trag­te Aus­set­zung der Voll­zie­hung des Beschei­des.

Die Beschwer­de des Antrag­stel­lers sei begrün­det. Sie führ­te zur Aus­set­zung der Voll­zie­hung  des mit der Kla­ge ange­foch­te­nen Haf­tungs­be­scheids. Bei der im Aus­set­zungs­ver­fah­ren gebo­te­nen, aber auch aus­rei­chen­den sum­ma­ri­schen Prü­fung bestün­den aus den vor­ge­nann­ten Grün­den ernst­li­che Zwei­fel an des­sen Recht­mä­ßig­keit.

Klo­se emp­fahl Steu­er­pflich­ti­gen in ähn­li­cher Situa­ti­on, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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