(Kiel) Der  Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) hat ent­schie­den, dass Umla­ge­zah­lun­gen des Arbeit­ge­bers an die Ver­sor­gungs­an­stalt des Bun­des und der Län­der (VBL), die dem Arbeit­neh­mer einen unmit­tel­ba­ren und unent­zieh­ba­ren Rechts­an­spruch gegen die VBL ver­schaf­fen, im Zeit­punkt ihrer Zah­lung zu Arbeits­lohn füh­ren.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf ein am 22.07.2009 ver­öf­fent­lich­tes Urteil des BFH vom 07. Mai 2009. Az.  VI R 8/07.

Als Arbeits­lohn anzu­se­hen­de Umla­ge­zah­lun­gen des Arbeit­ge­bers an die VBL sei­en weder nach § 3 Nr. 62 EStG noch nach § 3 Nr. 63 EStG steu­er­frei. Arbeits­lohn sei jeder gewähr­te Vor­teil, der durch das indi­vi­du­el­le Dienst­ver­hält­nis ver­an­lasst sei. Ste­he dem Arbeit­neh­mer gegen die Ver­sor­gungs­ein­rich­tung, an die der Arbeit­ge­ber die Bei­trä­ge geleis­tet hat, ein unent­zieh­ba­rer Rechts­an­spruch auf Leis­tung zu, so stel­le sich die­ser Vor­gang wirt­schaft­lich betrach­tet so dar, als hät­te der Arbeit­ge­ber die Zah­lun­gen an den Arbeit­neh­mer und die­ser sie an den Drit­ten geleis­tet. Hier­bei rei­che aus,  dass eine als Anwart­schafts­recht auf eine zukünf­ti­ge Ver­sor­gung aus­ge­stal­te­te Rechts­po­si­ti­on des Arbeit­neh­mers bei plan­mä­ßi­gem Ver­si­che­rungs­ver­lauf zu einem Anspruch auf Ver­sor­gung füh­re.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter 
DUV Vize­prä­si­dent und 
geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied 
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