(Kiel) Der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) hat einem neben­be­ruf­li­chen Autor den Abzug von Rei­se­auf­wen­dun­gen in süd­li­che Län­der ver­sagt, weil die Auf­wen­dun­gen untrenn­bar sowohl betrieb­lich als auch pri­vat ver­an­lasst waren.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 4.09.2013 zu sei­nem Urteil vom 7. Mai 2013 — VIII R 5110.

Der zu 90% schwer­be­hin­der­te Klä­ger, der haupt­be­ruf­lich als Leh­rer tätig ist, woll­te die Auf­wen­dun­gen für Aus­lands­rei­sen im Zusam­men­hang mit sei­ner Autoren­tä­tig­keit als Betriebs­aus­ga­ben abzie­hen, weil er die Rei­sen in tro­cke­ne Län­der auf ärzt­li­chen Rat unter­nom­men habe, aller­dings nur, um an den Urlaubs­or­ten Lehr­bü­cher zur kauf­män­ni­schen Aus­bil­dung zu aktua­li­sie­ren. Er habe sich dort nur in den Feri­en­häu­sern auf­ge­hal­ten und zehn Stun­den täg­lich an sei­nen Lehr­bü­chern gear­bei­tet, aber sonst kei­ner­lei tou­ris­ti­sche Akti­vi­tä­ten ent­fal­tet. Der Aus­blick habe ihm zur Erho­lung genügt. Die Rei­se­auf­wen­dun­gen für sei­ne Ehe­frau sei­en als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung zu berück­sich­ti­gen, weil sie ihn wegen sei­ner Schwer­be­hin­de­rung habe beglei­ten müs­sen.

Der BFH hat die Rei­se­auf­wen­dun­gen ins­ge­samt nicht als Betriebs­aus­ga­ben zum Abzug zuge­las­sen. Die Auf­wen­dun­gen hät­ten nicht in einen beruf­li­chen und einen pri­va­ten Teil auf­ge­teilt wer­den kön­nen, weil sie gleich­ran­gig sowohl der Erho­lung an einem Feri­en­ort als auch der schrift­stel­le­ri­schen Tätig­keit gedient und untrenn­bar inein­an­der­ge­grif­fen hät­ten.

Die Rei­se­kos­ten für die mit­ge­reis­te Ehe­frau des Klä­gers sei­en nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung abzieh­bar, weil durch die Behin­de­rung des Klä­gers inso­weit kein Mehr­auf­wand ent­stan­den sei. Die Ehe­frau des Klä­gers wäre aus eige­nem Inter­es­se auch dann mit­ge­reist, wenn ihr Mann nicht schwer­be­hin­dert gewe­sen wäre.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
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