a) Für die Recht­zei­tig­keit des Ein­gangs eines per Tele­fax über­sand­ten Schrift­sat­zes kommt es allein dar­auf an, ob die gesen­de­ten Signa­le noch vor Ablauf des letz­ten Tages der Frist vom Tele­fax­ge­rät des Gerichts voll­stän­dig emp­fan­gen wor­den sind.

b) Der mit einem “OK”-Vermerk ver­se­he­ne Sen­de­be­richt begrün­det nicht den Beweis des ers­ten Anscheins für den tat­säch­li­chen Zugang der Sen­dung beim Emp­fän­ger. Er belegt nur das Zustan­de­kom­men der Ver­bin­dung, nicht aber die erfolg­rei­che Über­mitt­lung der Signa­le an das Emp­fangs­ge­rät.

c) Die Ver­säu­mung einer Frist wegen Ver­zö­ge­rung bei der Über­mitt­lung eines Tele­fax kann der Par­tei nicht als Ver­schul­den zuge­rech­net wer­den, wenn sie bzw. ihr Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ter mit der ord­nungs­ge­mä­ßen Nut­zung eines funk­ti­ons­fä­hi­gen Sen­de­ge­rä­tes und der kor­rek­ten Ein­ga­be der Sen­de­num­mer alles zur Frist­wah­rung Erfor­der­li­che getan und so recht­zei­tig mit der Über­mitt­lung begon­nen hat, dass unter nor­ma­len Umstän­den mit deren Abschluss bis 24.00 Uhr gerech­net wer­den konn­te.

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