Pres­se­mit­tei­lung des BFH Nr. 42 vom 06. Juni 2012“Big Brother”-Gewinn ein­kom­men­steu­er­pflich­ti­gUr­teil vom 24.02.12 IX R 610 Mit Urteil vom 24. April 2012 IX R 610 hat der…

IX. Senat des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) ent­schie­den, dass der Klä­ger als Gewin­ner (der 5. Staf­fel) des TV-Sen­de­for­mats “Big Bro­ther” (BB) mit dem dort erziel­ten “Pro­jekt­ge­winn” in Höhe von 1 Mio. € ein­kom­men­steu­er­pflich­tig ist.Der Klä­ger schul­de­te — wie alle ande­ren Kan­di­da­ten auch — dem BB-Ver­an­stal­ter sei­ne stän­di­ge Anwe­sen­heit im BB-Haus; er muss­te sich wäh­rend sei­nes Auf­ent­halts unun­ter­bro­chen fil­men und belau­schen las­sen und nach Aus­wahl an Wett­be­wer­ben mit ande­ren Kan­di­da­ten teil­neh­men. Die­ses akti­ve wie pas­si­ve Ver­hal­ten des Klä­gers hat der BFH auf der Basis des ent­gelt­li­chen Teil­nah­me­ver­trags als steu­er­pflich­ti­ge sons­ti­ge Leis­tung ange­se­hen. Mit der Annah­me des Pro­jekt­ge­winns hat der Klä­ger die­sen sei­ner erwerbs­wirt­schaft­li­chen und damit steu­er­recht­lich bedeut­sa­men Sphä­re zuge­ord­net. Die Zufalls­kom­po­nen­te in Gestalt der zwi­schen­zeit­li­chen Publi­kums­vo­ten und des Schluss­vo­tums des Publi­kums stellt sich auch und gera­de als Bestand­teil des Teil­nah­me­ver­trags und kon­kre­te Aus­ge­stal­tung der ver­trag­lich von vorn­her­ein ein­ge­räum­ten Gewinn­chan­ce dar.

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