Die nach § 43 Abs. 1 Satz 1 EStG durch Abzug auf die Kapi­tal­er­trä­ge der Insol­venz­mas­se erho­be­ne Ein­kom­men- oder Kör­per­schaft­steu­er (Kapi­tal­er­trag­steu­er) ist eben­so wie der dar­auf ent­fal­len­de Soli­da­ri­täts­zu­schlag auch im Insol­venz­ver­fah­ren ver­mö­gens­mä­ßig als Abzug von Gesell­schafts­ka­pi­tal anzu­se­hen und wegen der steu­er­li­chen Anrech­nung auf die Ein­kom­men- oder Kör­per­schaft­steu­er der Gesell­schaf­ter wie eine Ent­nah­me zu behan­deln. Die Gesell­schaf­ter sind des­halb — unab­hän­gig vom Inhalt des Gesell­schafts­ver­tra­ges — zur Erstat­tung der Zins­ab­schlä­ge in die Mas­se ver­pflich­tet.

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