(Kiel) Das Finanz­ge­richt (FG) Düs­sel­dorf hat soeben über Ein­zel­fra­gen der steu­er­li­chen Behand­lung von län­ger­fris­tig in das Aus­land ent­sand­ten Arbeit­neh­mern („Expa­tria­tes”) ent­schie­den.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel,  unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Finanz­ge­richts (FG) Düs­sel­dorf vom 13.02.2013 zu sei­nem Urteil vom 14.01.2013 (Az: 11 K 318011 E).

Ein in einem inlän­di­schen Kon­zern beschäf­tig­ter Arbeit­neh­mer war zunächst für drei Jah­re, spä­ter für ins­ge­samt sechs Jah­re im Aus­land für eine dort ansäs­si­ge Toch­ter­ge­sell­schaft tätig. Sein Gehalt bezog er von der aus­län­di­schen Toch­ter­ge­sell­schaft und zum Teil auch unter Anrech­nung des aus­län­di­schen Gehalts von der inlän­di­schen Mut­ter­ge­sell­schaft. Der Arbeit­neh­mer zog mit­samt sei­ner Fami­lie für den Ent­sen­dungs­zeit­raum ins Aus­land, behielt im Inland aber die bis­he­ri­ge Woh­nung bei. Es kam mit dem Finanz­amt zum Streit dar­über, ob und in wel­chem Umfang der Arbeit­neh­mer die Miet­auf­wen­dun­gen für die aus­län­di­sche Woh­nung und die Auf­wen­dun­gen für die arbeits­täg­li­chen Fahr­ten zwi­schen der Woh­nung und der Tätig­keits­stät­te im Aus­land steu­er­lich abset­zen kann.

Das Finanz­ge­richt hielt die Miet­auf­wen­dun­gen im Aus­land für steu­er­lich nicht berück­sich­ti­gungs­fä­hig, so Pas­sau.

Da der Arbeit­neh­mer mit­samt der Fami­lie ins Aus­land ver­zo­gen sei, lie­ge weder eine Aus­wärts­tä­tig­keit noch eine dop­pel­te Haus­halts­füh­rung vor. Der Lebens­mit­tel­punkt des Arbeit­neh­mers habe am Beschäf­ti­gungs­ort gele­gen. Aus die­sem Grund könn­ten auch die im Aus­land durch­ge­führ­ten Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Arbeits­stät­te nur nach den Grund­sät­zen der soge­nann­ten Ent­fer­nungs­pau­scha­le mit 0,30 € je Ent­fer­nungs­ki­lo­me­ter steu­er­lich gel­tend gemacht wer­den. Die Anwen­dung der Dienst­rei­se­pau­scha­le von 0,30 € je gefah­re­nen Kilo­me­ter sei nicht mög­lich.

Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies. 

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Jörg Pas­sau
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